Manuelle Therapie bei Kindern
Die manuelle Therapie ist eine sanfte und wirkungsvolle Behandlungsmethode, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt ist. Sie wird eingesetzt, um Funktionsstörungen des Bewegungsapparates zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Anwendungsbereiche
- Säuglinge: Behandlung von KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörung) oder Schädelasymmetrien.
- Kleinkinder: Therapie bei Entwicklungsverzögerungen, Haltungsschäden oder muskulären Dysbalancen.
- Schulkinder und Jugendliche: Linderung von Beschwerden durch Fehlhaltungen, Wachstumsschmerzen oder sportbedingte Verletzungen.
Ziele der Therapie
- Verbesserung der Beweglichkeit von Gelenken
- Linderung von Verspannungen und Schmerzen
- Förderung der motorischen Entwicklung
- Wiederherstellung des muskulären Gleichgewichts
Die manuelle Therapie bei Kindern erfolgt behutsam und spielerisch, um den jungen Patienten eine angenehme und stressfreie Behandlung zu ermöglichen.
Manualmedizinische Behandlung bei Kindern
- Durch spezifische, kindgerechte Techniken werden Funktionsstörungen der Wirbelsäule und Extremitäten effektiv behandelt. Hierbei kommen verschiedene manualmedizinische Ansätze zum Einsatz, darunter:
- Osteopathische Techniken
- Chirotherapie und Chiropraktik
- Mobilisationen und mobilisierende Impulstechniken
- Manipulationen und myofasziale Lösungstechniken
- Metamermassage und weitere gezielte Therapien
Ziel der Behandlung
Schmerzen im Bewegungssystem, die oft mit Muskelverspannungen und einer gestörten Gelenkmechanik einhergehen, werden gezielt gelindert. Die Behandlung verbessert die Beweglichkeit und stellt das muskuläre Gleichgewicht wieder her.
Therapiezeitraum
In der Regel ist eine ambulante Intensivtherapie über 2–4 Wochen erforderlich. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Schweregrad der Funktionsstörungen. Eine Wiederholung der Therapie wird nach etwa 6–12 Monaten empfohlen, um nachhaltige Ergebnisse zu sichern und dem Körper zu ermöglichen, die verbesserten Bewegungsmöglichkeiten im Alltag zu integrieren.
Ganzheitliche Therapieansätze für Kinder
Neben der manuellen Kinderbehandlung unter manualmedizinischen Gesichtspunkten bieten wir eine umfassende Betreuung durch die Rezeptierung bewährter Therapieformen an. Diese unterstützen die Behandlung und fördern die Entwicklung des Kindes. Dazu gehören:
- Krankengymnastische Übungsbehandlungen auf neurophysiologischer Grundlage, z. B. nach Vojta oder Bobath
- Ergotherapie zur Verbesserung von Motorik, Wahrnehmung und Alltagssituationen
- Physiotherapie zur Förderung von Beweglichkeit, Kraft und Koordination
- Neuroreflektorisch wirkende dynamische Fußorthesen-Einlagen nach Nancy Hylton
Diese ergänzenden Therapieformen werden individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt, um eine optimale Behandlung und Entwicklung zu gewährleisten.
Die Manuelle Kinderbehandlung wurde von Dr. Surminski im Rahmen der Ärztegesellschaft für Atlastherapie und Manuelle Kinderbehandlung (ÄGAMK) als Integrierte Manualmedizinische Entwicklungstherapie (IMMET) absolviert. Diese spezialisierte Ausbildung erweitert die Manualmedizin um gezielte Techniken und Ansätze zur Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern.
Praxisorientierte Ausbildungsschwerpunkte
- Neuropädiatrische Propädeutik
- Manualmedizinische Diagnostik und Indikationen bei Säuglingen und Kleinkindern
- Irritationszonendiagnostik
- Röntgendiagnostik
- Mobilisation und Manipulation bei Säuglingen und Kleinkindern
- Myofasziale und craniosakrale Behandlungstechniken
- Behandlung von Tonusasymmetrien bei Säuglingen
- Therapie neurologischer Defektsyndrome und infantiler Zerebralparesen
- Sensomotorische Integrationsstörungen
- Muskulo-skelettale Schmerzsyndrome, Kopfschmerzen und Migräne
- Neuromuskuläre und genetisch bedingte Erkrankungen
Diese umfassende Ausbildung gewährleistet eine effektive und gezielte Behandlung von Kindern mit unterschiedlichsten Symptomen und Störungsbildern, basierend auf modernsten manualmedizinischen Prinzipien.